Unsere Trainer

  • Uwe Wendorf  

(VDH-Sachkundenachweis für Ausbilder, BH/VT, FH 2, Agility A3)      

  • Patrick Mattaj  

(VDH-Sachkundenachweis für Ausbilder, SV Übungsleiter, Agility Trainerfortbildung -Katrin Werdin-, BH/VT, FPr 1, Ausdauerprüfung, , Agility A3)  

  • Annett Mattaj

(VDH-Sachkundenachweis für Ausbilder, BH/VT,  Agility A2) 

  • Isabelle Schlutow

(BH/VT,  Agility A3) 


Agility (Gewandtheit / Wendigkeit) wurde 1977 erstmals als Showprogramm während der Crufts Dog Show in London vorgeführt. Ein reitsportbegeistertes Komiteemitglied entwarf einen Parcours für Hunde. Da der VPG – Sport in England nur den Diensthunden vorbehalten war, fand das, was als reines Showprogramm begann, durch sportbegeisterte Hundebesitzer-innen bald seinen Weg in die Vereine:

- Agility war geboren –

 

Es ist in seiner Struktur klar definiert, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Die Hauptelemente sind die Klassifizierung (nach Größe und Leistung) und das Regelwerk für die Hindernisse.

 

1. Klassifizierung (Kategorien)

Um Chancengleichheit zu gewährleisten, werden Hunde nach ihrer Größe und ihrer Leistung in Klassen eingeteilt.

 

Größenklassen

Die offizielle Einteilung des Internationalen Verbands für Hundesport (FCI) basiert auf der Schulterhöhe des Hundes:

Small (S): Hunde unter 35 cm Schulterhöhe.

 

Medium (M): Hunde von 35 cm bis unter 43 cm Schulterhöhe.

 

Intermediate (I): Hunde von 43 cm bis unter 50 cm Schulterhöhe (relativ neue Kategorie).

 

Large (L): Hunde ab 50 cm Schulterhöhe.

 

Leistungsklassen

Jeder Hund beginnt in der Anfängerklasse und steigt bei erfolgreichen Läufen auf:

 

A0 (inoffizielle oder nationale Klasse): Wird oft in Deutschland und Österreich für einen einfacheren Einstieg in den Sport genutzt. Sie dient zum Kennenlernen der Turnieratmosphäre. Es werden nur die einfachsten Hindernisse genutzt.

 

A1 (Anfänger): Die niedrigste Klasse. Parcours sind oft einfacher, mit weniger komplexen Führanforderungen.

 

A2 (Fortgeschritten): Mittlere Klasse. Parcoure sind länger, schneller und anspruchsvoller in der Führung.

 

A3 (Profi/International): Die höchste Klasse. Hier werden die technisch schwierigsten Parcours mit maximalem Tempo gelaufen, oft unter Zeitdruck und mit komplexen Wechseln.

 

2. Die Hindernisse

Es gibt verschiedene Typen von Hindernissen, die spezifische Anforderungen an Hund und Führer stellen:

 

Hindernistyp  Beispiele Besonderheit/Regel
Sprunghindernisse Hürden, Viadukt, Mauer  Der Hund muss sauber springen, ohne eine Stange abzuwerfen.
Kontaktzonengeräte Wippe, A-Wand, Laufsteg Die markierten Kontaktzonen am Anfang und Ende müssen mit mindestens einer Pfote berührt werden, um einen Fehler zu vermeiden. Sie dienen der Sicherheit und der Kontrolle des Hundes.
Röhren/Tunnel Stofftunnel, fester Tunnel Der Hund muss den Tunnel komplett durchlaufen.
Slalom 12 Pfosten in einer Reihe Das technisch schwierigste Hindernis. Der Hund muss den Slalom korrekt am ersten Pfosten beginnend im Zick-Zack-Muster durchlaufen.

3. Fehler und Disqualifikation

Bewertet wird nach Fehlern und Zeitüberschreitung:

Fehler (5 Fehlerpunkte pro Vorfall): Abgeworfene Stange, Verweigern eines Hindernisses (der Hund läuft vorbei und muss neu angesetzt werden), nicht berührte Kontaktzone.

 

Disqualifikation (DQ): Eine grobe Missachtung der Parcoursregeln, z.B. wenn der Hund im Slalom falsch einfädelt, eine falsche Reihenfolge läuft, das Halsband trägt oder der Hundeführer den Hund berührt.

Agility ist also nicht nur ein Rennen, sondern erfordert ein hohes Maß an Konzentration, Präzision und nonverbaler Kommunikation zwischen Hund und Mensch.